Tarifvertrag hotel und gaststättengewerbe nrw 2019 pdf

Posted by on Aug 5, 2020 in Uncategorized | No Comments

Bei der Arbeitszeit im Hotel- und Gaststättengewerbe zeichnet sie sich durch vergleichsweise lange Arbeitszeiten aus (inklusive Teilzeitarbeit, 35,3 Stunden pro Woche statt 32,9 Stunden in der Gesamtwirtschaft, Statistik Austria 2010). Darüber hinaus sind regelmäßige Abend-, Nacht-, Wochenend- und Schichtarbeit branchentypisch (38,2% der Beschäftigten in der Branche arbeiten regelmäßig abends, 20,2% arbeiten regelmäßig, 52,7% arbeiten regelmäßig sonntags und 33,6% arbeiten regelmäßig im Schichtdienst) (vgl. ebd.). Neben der FVH gibt es eine weitere wichtige Arbeitgeberorganisation im Hotelbereich, den Österreichischen Hotelverband (ÖHV), für den die Mitgliedschaft freiwillig ist. Der ÖHV vertritt rund 1.200 führende österreichische Hotelanbieter im Bereich Stadttourismus, Ferientourismus und multinationales Hotelgruppenmanagement. Etwa 80 % der Mitglieder sind gehobene Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie; die restlichen 20% sind Hotels der 3-Sterne-Kategorie (Klassifizierung der Hotels finden Sie in der Hotelstars Union). Die Dichte der 4- und 5-Sterne-Hotels liegt bei etwa 57%. Über die Anzahl der Mitarbeiter in den ÖHV-Mitgliedsbetrieben liegen keine Informationen vor. Österreich wird oft als Tourismusland bezeichnet, und seine Wirtschaft ist stark auf den in den letzten Jahren boomenden Hotel- und Gaststättensektor angewiesen. Der Tourismus, der den Hotel- und Gaststättensektor umfasst, ist somit eine wichtige Triebkraft für Arbeitsplätze und ein wichtiger Wachstumstreiber. Die Beschäftigung ist kontinuierlich gestiegen, ebenso wie der Umsatz und die Übernachtungen. Die Zahl der Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe ist in den letzten zehn Jahren um rund 30.000 gestiegen (von 150.000 auf 180.000, ohne geringfügige Beschäftigung; Daten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, kurz Hauptverband).

Die Auswirkungen der Krise auf den Sektor waren nicht so gravierend wie zunächst befürchtet. Die Zahl der Übernachtungen ging 2009 um 1,9 Prozentpunkte zurück (bei ausländischen Gästen um 3,2 Prozentpunkte, während sie bei den inländischen Gästen im Vergleich zu 2008 um 1,7 Prozentpunkte zunahm). Im Jahr 2010 stiegen die Übernachtungen im Vergleich zu 2009 erneut um 0,5 Prozentpunkte, was einer Gesamtzahl von 124,9 Millionen Übernachtungen entspricht (Daten der Statistik Austria). Insbesondere die gehobene Hotellerie ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, was die Anzahl der Unternehmen, Betten, Übernachtungen, Ankünfte und Belegungsraten betrifft. Was die Beschäftigung betrifft, so waren 2010 durchschnittlich 180.964 Personen in diesem Sektor beschäftigt (ohne marginale Beschäftigungsverhältnisse). Das ist ein Anstieg um fast 4.200 Personen oder 2,4 Prozentpunkte im Vergleich zum “Krisenjahr” 2009 (Hauptverband). Im Jahr 2009 betrug der Beschäftigungsrückgang im Vergleich zu 2008 nur 0,4 Prozentpunkte. Nach Angaben des Instituts für Höhere Studien (IHS) arbeiteten im Laufe des Jahres 2010 sogar 405.000 Personen mindestens einen Tag lang in der Branche. Einschließlich der in diesem Sektor häufigen geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse lag die Beschäftigung 2009 bei durchschnittlich 255.500 Beschäftigten (Statistik Austria). Was die Arbeitslosigkeit während der Krise betrifft, so waren im Jahr 2009 rund 3.800 zusätzliche Personen in diesem Sektor arbeitslos, was einem Anstieg von 13,2 Prozentpunkten entspricht.

In allen Sektoren betrug der Anstieg der Arbeitslosen jedoch 22,6 Prozentpunkte. Die Arbeitslosigkeit im Hotel- und Gaststättengewerbe ist in Österreich dagegen traditionell vergleichsweise hoch. Das hat damit zu tun, dass die Beschäftigten in der Branche aufgrund der Saisonarbeit im Durchschnitt nur sieben von zwölf Monaten pro Jahr beschäftigt sind. Gleichzeitig herrscht in Österreich ein tiefer Arbeitskräftemangel im gesamten Tourismussektor. Der Direktor des Arbeitsmarktservice Österreich( AMS), Johannes Kopf, erklärte, dass ein Bündel von Maßnahmen erforderlich sei, um dieses Phänomen zu bekämpfen: (weitere) Ausbildung/Qualifikation/Ausbildung; Verlängerung des Arbeitslebens/der Arbeit während des Lebensverlaufs; Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen durch Erhöhung der Zahl und Verbesserung der Qualität/Verfügbarkeit der Kinderbetreuung; gezielte Förderung der Einwanderung.